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CODE/WENDE REPORT 2025 – Die erste österreichweite Umfrage zur IT-Modernisierung im Spannungsfeld von Legacy, KI, Regulatorik und Fachkräftemangel. Ihre Einschätzung hilft, den Status quo sichtbar zu machen und bessere Entscheidungen möglich zu machen – in Ihrem Unternehmen und darüber hinaus.
Dauer: ca. 7-8 Minuten
Altsysteme blockieren Agilität, Skalierbarkeit und Innovation. Die gezielte Erneuerung – per Rehosting, Refactoring oder Rebuild – reduziert technische Schulden und öffnet Systeme für neue Anforderungen. Entscheidend ist eine fundierte Bewertung: Was lohnt sich zu modernisieren – und mit welchem Ziel?
Legacy-Modernisierung wächst weiterhin deutlich. KI-gestützte Tools zur automatisierten Codeanalyse und Unterstützung von Codeübersetzung gewinnen an Bedeutung. Unternehmen prüfen zunehmend den kompletten Neubau oder den Zukauf von SaaS-Lösungen zur Ablösung von veralteten Systemen.
In dieses Feld fallen alle Initiativen, veraltete IT-Systeme zu erneuern. Das Spektrum reicht vom Refactoring monolithischer Anwendungen (z. B. Aufteilen einer großen ERP-Lösung in Microservices) über Re-Platforming (Verlagerung auf neue Infrastruktur, z. B. von Mainframe auf Cloud) bis hin zur Ablösung durch Standardsoftware. Häufig müssen Altsprachen (Cobol, PL/1, RPG etc.) oder Proprietäre Datenbanken abgelöst werden.
Die Modernisierung von Legacy ist technisch anspruchsvoll, da Altsysteme oft sehr komplex, unzureichend dokumentiert und eng mit Geschäftsprozessen verzahnt sind. Dennoch ist sie fundamental, denn Legacy-Systeme können Modernisierung blockieren, die Wartung verschlingt unverhältnismäßig viele Ressourcen und die Flexibilität leidet. Ziele sind hier: Reduktion von Technical Debt, Verbesserung von Performance und Skalierbarkeit und Öffnung der ehemals abgeschotteten Funktionen via APIs oder modulare Neuumsetzung.
Zur Modernisierung von Legacy-Systemen stehen Unternehmen unterschiedliche Ansätze zur Verfügung: „Rehosting“ („Lift-and-Shift“) bietet schnelle und risikoarme Migration bestehender Systeme in neue Infrastruktur, ohne dabei tiefgreifende Änderungen vorzunehmen. „Refactoring“ hingegen umfasst gezielte Anpassungen und Optimierungen der bestehenden Anwendungen, um neue technologische Potenziale besser auszuschöpfen, ohne das gesamte System neu aufzubauen. Der „Rebuild“-Ansatz beschreibt eine vollständige Neuentwicklung, bei der Applikationen in modernen Architekturen und mit zeitgemäßen Technologien komplett neu realisiert werden, was langfristig am nachhaltigsten, aber auch aufwendigsten ist. Die Wahl des Ansatzes sollte stets im Kontext von Risikobereitschaft, Ressourcenverfügbarkeit und strategischen Zielen erfolgen.
Eine Methodologie zur Bewertung von Legacy-Systemen kann Unternehmen entscheidend unterstützen. Hierzu eignet sich insbesondere ein Scoring-Modell, das Kriterien wie technische Schuld, Wartungskosten, geschäftliche Relevanz, Sicherheitsrisiken und Komplexität berücksichtigt. Ein solches Modell hilft Führungskräften, Prioritäten klar zu definieren und Ablösekandidaten systematisch und transparent zu bewerten.
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